Deutschland hat mit ca. 100.000 ha eine recht kleine Anbauffläche, die sich im Wesentlichen auf die großen und warmen Flußtäler sowie deren kleinere Nebenflüsse erstreckt. Der qualitative Aufschwung der letzten 20 Jahre ist enorm. Die Spitze der Erzeugerbetrieb ist breit geworden, spannende Neuentdeckungen kommen ständig hinzu.

Leben wie Gott in....Baden! Sanfte Hügel, hohe Berge, großartiges Essen - und dazu die passende und vielfältige Weinauswahl!  Vom einfachen Schoppenwein bis zum höchstwertigen Gewächs findet sich hier alles, ob weiß, ob rot. Nicht von ungefähr liegen hier einige der höchstbewerteten Weingüter Deutschlands!

Rheinhessen macht Spaß ! Hier passiert etwas. Junge Winzer und alte Hasen machen sich Konkurrenz, die Rebsortenvielfalt erweist sich als Vorteil. Burgundersorten und Riesling,  der hippe Sauvignon Blanc, aber auch die aromatische Scheurebe, spannende Rotweincuvees, alle finden einen Platz. Zu wünschen wäre dies auch der unterschätzten Sorte Müller-Thurgau.

...schnarcht ein bißchen vor sich hin. Natürlich gibt es hier tolle Weine und viel Tradition, aber während direkt gegenüber in Rheinhessen der Punk abgeht, wirkt hier vieles sehr erstarrt. Wir würden uns mehr Newcomer hinter den etablierten Betrieben wünschen.

Die Pfalz bietet alles, was das Weintrinkerherz begehrt. Prachtvolle Rieslinge, geschliffene Grau- und Weißburgunder, einige der besten Rotweine Deutschlands, gemütliche Dörfer, waldige Höhen, zahllose Einkehrmöglichkeiten von der Straußwirtschaft bis zur Sterneküche. Und dazu jede Menge engagierter junger Winzer, die die alte Garde der Topbetriebe aufmischen !

Das kleine Anbaugebiet nördlich von Rheinhessen und südlich des Hunsrücks besitzt -bezogen auf seine Größe - eine nicht eben geringe Anzahl von Toperzeugern. Riesling gedeiht hier aufs Prächtigste, die Burgundersorten ebenfalls, häufig haben sie einen Tick mehr an Säure.

Hier kommen wir her, hier haben wir Wurzeln, hier gibt es natürlich den besten Riesling, nur verkaufen ist in Frankfurt mit Hindernissen verbunden. "Von der Mosel ?" "Ich weiß nicht" "Ach, lieber..." Wir machen trotzdem weiter.

War lange ein Stiefkind im Sortiment, obwohl sich immer tolle Weine finden lassen. Ist es der antiquiert wirkende Bocksbeutel, der bremst, oder sind es die klassischen Sorten wie Müller-Thurgau und Silvaner die gerade nicht so hipp sind ? Beide Sorten bringen hier jedenfalls wundervolle Weine hervor. Der junge Tobias Hemberger hat uns einfach im Geschäft "überfallen". Widerstand war nach Verkostung zwecklos bzw. unmöglich. Dazu noch Schlegelflaschen ! Prost !

Langweilig - und die Württemberger trinken ihren Wein doch sowieso nur selbst. Irgendwie waren unsere bisherigen Versuche mit württembergischen Weinen nie sonderlich erfolgreich. Bis Herr Hirsch jr. hier auftauchte und ungefragt seine Weine zur Probe da ließ. Und siehe da: geht doch! Etwas mehr Internationalität in den Cuvées läßt auch in Frankfurt Freunde finden!